JACK ARNOLD MONSTER CLASSICS

Mit der Serie „Monster Classics“ bringt Koch Media zwei Universal-Horrorfilme von Jack Arnold aus den 50er Jahren in Deutschland auf DVD heraus. Die in schwarzweiss gedrehten Filme sehen für ihr Alter erstaunlich scharf und sauber aus.

In DIE RACHE DES UNGEHEUERS (REVENGE OF THE CREATURE, 1955) wird der Kiemenmensch aus DER SCHRECKEN VOM AMAZONAS (CREATURE FROM THE BLACK LAGOON, 1954) nach Florida ins Marine-Land entführt, wo er sich in die schöne Helen (Lori Nelson) verguckt und Amok läuft.

Neben dem ersten Filmauftritt von Hollywood-Legende Clint Eastwood in einer Nebenrolle als Laborassistent besticht die Veröffentlichung durch einen amüsanten (leider nicht deutsch untertitelten) Audiokommentar mit Hauptdarstellerin Lori Nelson und den schnell sprechenden Filmhistorikern Tom Weaver und Bob Burns. Hier erfährt man warum der Kopf der Creature in diesem Sequel zu groß ist, dass der kettenrauchende Stuntman unter Wasser im Gummikostüm für 5 Minuten die Luft anhalten konnte und dass der überaus talentierte Delfin im Marine-Land Flippy hieß.

Die Kommentatoren loben in ihrem Kommentar überdies die plastischen Effekte der 3-D Version, die damals im Kino zu sehen war. Auf dieser DVD wird der Film aber lediglich flach, also nur in 2-D, präsentiert. Vielleicht beschert uns der derzeitige 3-D-Boom im Kino ja in Zukunft eine dreidimensionale DVD oder Bluray der beiden ersten CREATURE-Filme. Eine ausführliche Bildergalerie mit zeitgenössischem Werbematerial aus aller Welt und eine trashige Super 8 Version des Films, die das Geschehen auf 4 Minuten und 52 Sekunden eindampft, runden die DVD ab.

DER SCHRECKEN SCHLEICHT DURCH DIE NACHT (MONSTER ON THE CAMPUS, 1958) ist eine kurzweilige B-Film-Variante des klassischen Jekyll & Hyde Themas. Ein Anthropologie-Professor mutiert durch die Arbeit an einem radioaktiv verseuchten prähistorischen Riesenfisch zu einem Affen- menschen, der den Universitäts-Campus in Angst und Schrecken versetzt.

Als Bonus gibt es ein 14-minütiges Interviewfilmchen mit der Titel „Jack Arnold erzählt“, das 1983 für das WDR-Fernsehen produziert wurde und seinerzeit nach der TV-Ausstrahlung des Films zu sehen war. Hier plaudert Arnold höflich über sein Arbeit als fest angestellter Regisseur bei den Universal-Studios und über zukünftige Projekte, die er leider nicht mehr realisieren konnte. Eine Bildergalerie mit Filmplakaten und Aushangfotos aus aller Welt gehört ebenfalls zu den Extras. 

JB