Satan was a Lady

In seinem neuen Hörspiel SATAN WAS A LADY verbeugt sich Jörg Buttgereit vor der amerikanischen Filmemacherin Doris Wishman.

Wishman hat in ihrer Karriere um die 30 Filme im Alleingang realisiert. Damit hat sie zwischen 1960 und 2002 mehr Filme gedreht als jede andere Regisseurin auf dieser Welt. Dennoch sind Feministinnen nicht wirklich glücklich mit ihr: Denn Doris war die Queen of Sexploitation.

Doris Wishman (1912 – 2002)

Sie war die erste Filmemacherin, die schon 1960 angefangen hat, schamlose Nudistenfilme und später schmuddelige Sexfilme zu drehen. Dabei war sie verantwortlich für die gesamte Produktion, schrieb das Drehbuch, castete die Darsteller, führte Regie und machte den Schnitt. Ihre Werke trugen klangvolle Titel wie „Bad Girls Go to Hell“, „Teuflische Brüste“ oder „Dildo Heaven“.

Wer war diese tapfere Frau, die sich nach dem plötzlichen Tod ihres Ehemannes in den prüden 60er Jahren in einer von Männern dominierten Filmwelt behaupten konnte? Warum hat sie ausgerechnet Sexfilme gedreht, und wie konnte sie ihre angeblich „moralzersetzenden“ Werke vor den Sittenwächtern retten? Das Hörspiel erzählt die verrückte und holprige Karriere der unbeirrbaren Selfmade-Woman Doris Wishman, die noch bis ins hohe Alter von 90 Jahren wilde Filme drehte.

Sendetermine:
13. Oktober 2019, 19.04 – 20.00 Uhr WDR 3
14. Oktober 2019, 23.00 – 00.00 Uhr WDR 1LIVE

Das Hörspiel steht nach der Sendung bis zum 13. Oktober 2020 zum kostenlosen Download zur Verfügung.

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